Zusammenfassung Walter Flex, Wildgänse rauschen durch die Nacht, Frühjahr 1915 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Walter Flex, Wildgänse rauschen durch die Nacht, Frühjahr 1915

Zusammenfassung

Der Wanderer zwischen beiden Welten (und somit auch das bekannteste darin enthaltene Gedicht Wildgänse rauschen durch die Nacht) ist – nach Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues – eines der erfolgreichsten literarischen Werke zum Ersten Weltkrieg. Sein Autor, Walter Flecks (1887-1917), wurde als Kriegsschriftsteller von den unterschiedlichsten sozialen Gruppen rezipiert. Das zu Beginn des Werks stehende Gedicht Wildgänse rauschen durch die Nacht ist darüber hinaus in zahlreichen Schulbüchern, Liedersammlungen und Zeitungen abgedruckt worden und erlangte große Bedeutung durch seine Verbreitung in den Jugendbewegungen des 20. Jahrhunderts. Zu einem Schlüsseldokument deutscher Geschichte wird es aber nicht nur durch seine vielfältige Rezeption und den hohen Bekanntheitsgrad, sondern auch als repräsentatives Beispiel affirmativer Kriegslyrik, anhand dessen eine ganze Mentalitätsgeschichte der geistigen Mobilmachung rekonstruiert werden kann: die für frühe Kriegsgedichte typischen Motive etwa der Sinnstiftung und des kollektiven Erlebnisses (wie Opfergedanke, Volksgemeinschaft) und des Aufbruchs (Heerfahrt) werden durch die Einbettung des Gedichts in die erst 1916 entstandene Erzählung mit Motiven späterer Kriegsliteratur wie dem individuellen Schützengrabenerlebnis verbunden.

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