Zusammenfassung Ansprache an die Sowjetbürger. Rede des Staatspräsidenten der UdSSR im Fernsehen, 25. Dezember 1991 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Ansprache an die Sowjetbürger. Rede des Staatspräsidenten der UdSSR im Fernsehen, 25. Dezember 1991

Zusammenfassung

In der "Ansprache an die Sowjetbürger" vom 25. Dezember 1991 zog der scheidende Präsident der UdSSR Michail Gorbačev eine positive Bilanz seiner demokratischen Reformen, die unter dem Namen "Perestrojka" in die Geschichte eingehen werden, verteidigte ihre Mißerfolge und legte die Motive seines Rücktritt dar – die Ablehnung der auf die Auflösung der Sowjetunion zielende Politik. Sein Rücktritt bildete den Höhe- und Endpunkt eines seit Sommer 1991 unaufhaltbaren innenpolitischen Prozesses, in dessen Zuge ein Machttransfer von Moskaus als politischem Zentrum der Sowjetunion auf die Führung der einzelnen Unionsrepubliken, allen voran der Russischen Förderation, vertreten durch deren Präsidenten Boris El'cin, zu verzeichnen war. Dabei war Gorbačevs Versuch, die UdSSR in Form einer konföderativen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (SNG) aufrechtzuerhalten, am Widerstand der politischen Führer der größten Unionsrepubliken gescheitert, deren Politik auf die Etablierung der Souveränität ihrer Staaten zielte. Am 21. Dezember 1991, während des Treffens der Staatsoberhäupter der 11 ehemaligen Unionsrepubliken in Alma-Ata, wurde die Sowjetunion für aufgelöst erklärt. Die Ansprache Michail Gorbačevs bei seinem Rücktritt als Präsident der UdSSR war nicht nur der letzte Amtsakt des Präsidenten der UdSSR, sondern zog auch den symbolischen Schlußstrich unter die Epoche der Perestrojka und die Geschichte der Sowjetunion. Nach ihrer Auflösung eskalierte in ihren Nachfolgestaaten infolge der weit- und tiefgreifenden Desintergrationsprozesse die wirtschaftliche und soziale Krise sowie die zwischennationalen Probleme.

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