Volltext Kurzfassung der Rede I.V. Stalins vor den Absolventen der Akademie der Roten Armee im Kreml, 5. Mai 1941 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Kurzfassung der Rede I.V. Stalins vor den Absolventen der Akademie der Roten Armee im Kreml, 5. Mai 1941

Kurzfassung der Rede des Genossen Stalin vor den Absolventen der Akademie der Roten Armee im Kreml am 5. Mai. 1941

[Semenov K.]

Genosse GlossarStalin sprach in seiner Rede über die Veränderungen, die in der GlossarRoten Armee in den letzten drei bis vier Jahren vor sich gegangen sind, über die Ursachen der Niederlage Frankreichs, warum England eine Niederlage erleidet, Deutschland aber Siege erringt, und auch darüber, ob die deutsche Armee tatsächlich unbesiegbar sei.

Genossen, erlauben Sie mir, Sie im Namen der Sowjetregierung und der Kommunistischen Partei zur Beendigung Ihrer Ausbildung zu beglückwünschen und Ihnen Erfolg in unserer Arbeit zu wünschen.

Genossen, Sie verließen die Armee vor drei bis vier Jahren, jetzt kehren Sie in ihre Reihen zurück, und Sie werden die Armee nicht wiedererkennen. Die Rote Armee ist bereits nicht mehr das, was sie vor einigen Jahren war.

a) Was stellte die Rote Armee vor drei bis vier Jahren dar?

Die Infanterie war die Haupttruppengattung. Sie war bewaffnet mit einem Gewehr, das nach jedem Schuß neu geladen wurde, mit leichten und schweren Maschinengewehren, mit Haubitzen und Kanonen, deren Anfangsgeschwindigkeit bis zu 900 m/sek. betrug.

Die Geschwindigkeit der Flugzeuge lag bei 400-500 km/h.

Die Panzer hatten eine dünne Panzerung, die einer 37mm-Kanone widerstand.

Unsere Division war bis zu 18 Tausend Mann stark, dies sagte aber noch nichts über ihre Kampfkraft aus.

b) Was stellt die Rote Armee gegenwärtig dar?

Wir bauten unsere Armee um, wir rüsteten sie mit moderner Militärtechnik aus. Zuallererst muß man aber sagen, daß viele Genossen die Bedeutung der Ereignisse am GlossarChassan-See und am GlossarChalchin-Gol vom Standpunkt der Kriegserfahrung überbewerten. Da hatten wir es nicht mit einer modernen Armee, sondern mit einer veralteten Armee zu tun. Ihnen das alles nicht zu sagen, hieße Sie zu belügen.

Gewiß, Chassan und Chalchin-Gol spielten ihre positive Rolle. Ihre positive Rolle besteht darin, daß wir im ersten und im zweiten Fall die Japaner schlugen. Die wichtigsten Erkenntnisse für den Umbau unserer Armee lieferten uns der Glossarrussisch-finnische Krieg und der gegenwärtige Krieg im Westen.

Ich sagte, daß wir eine moderne, mit der neuesten Technik ausgerüstete Armee besitzen. Was stellt unsere Armee jetzt dar?

Früher gab es in der Roten Armee 120 Divisionen. Jetzt haben wir im Bestand der Armee 300 Divisionen. Die Divisionen selbst wurden etwas kleiner, beweglicher. Früher war eine Division 18000-20000 Mann stark. Jetzt sind es 15000 Mann.

Ein Drittel der Gesamtzahl der Divisionen sind mechanisierte Divisionen. Davon spricht man nicht, Sie müssen es aber wissen. Von 100 Divisionen sind zwei Drittel Panzer- und ein Drittel motorisierte Divisionen. Die Armee wird in diesem Jahr über 500 000 Traktoren und Lastwagen verfügen.

Unsere Panzer veränderten ihre Gestalt. Früher waren alle dünn gepanzert. Dies genügt jetzt nicht. Heute benötigt man eine drei bis vier Mal dickere Panzerung.

Wir besitzen Panzer der ersten Linie, die die Front durchbrechen werden. Es gibt Panzer der zweiten und dritten Linie – das sind Begleitpanzer für die Infanterie. Die Feuerkraft der Panzer ist größer geworden.

Über die Artillerie.

Früher war die Begeisterung für Haubitzen groß. Der moderne Krieg brachte hier eine Korrektur an und vergrößerte die Rolle der Kanonen. Der Kampf mit den Befestigungen und Panzern des Gegners erfordert den Direktbeschuß und eine größere Anfangsgeschwindigkeit des Geschoßfluges – bis zu 1000 und mehr m/sek.

Eine große Rolle wird in unserer Armee der Kanonenartillerie zugewiesen.

Die Luftstreitkräfte.

Früher wurde eine Geschwindigkeit der Luftstreitkräfte von 400-500 km/h als ideal angesehen. Heute ist dies überholt. Wir verfügen über genug Flugzeuge, die 600-650 km/h erreichen, und wir stellen sie in Massenproduktion her. Dies sind Flugzeuge der ersten Linie. Im Kriegsfall werden diese Flugzeuge zuerst eingesetzt. Sie werden den Weg für unsere relativ veralteten Flugzeuge 1-15, 1-16, I-53 /Čajka/ und SB freimachen. Wenn wir diese Maschinen zuerst ins Gefecht schicken würden, würde man sie abschießen.

Man kann gute Kommandeure haben, wenn man aber keine moderne Militärtechnik besitzt, kann man den Krieg verlieren. Früher schenkte man Granatwerfern, einer so billigen Artillerie, aber wertvollen Waffengattung, keine Aufmerksamkeit. Man hatte sie vernachlässigt. Heute besitzen wir unter unseren Waffen moderne Granatwerfer verschiedener Kaliber.

Früher gab es keine Kraftradeinheiten. Jetzt schufen wir sie – diese motorisierte Kavallerie, und wir haben sie in ausreichender Menge.

Um diese ganze neue Technik – die neue Armee – zu leiten, braucht man Führungskader, die die moderne Kriegskunst vollkommen beherrschen.

Eben solche Veränderungen gingen in der Organisation der Roten Armee vor sich. Wenn Sie zu den Einheiten der Roten Armee kommen, werden Sie die vor sich gegangenen Veränderungen sehen.

Ich würde darüber nicht reden, aber unsere Schulen und Akademien bleiben hinter der modernen Armee zurück.

c) Unsere militärischen Lehranstalten bleiben hinter dem Wachstum der Roten Armee zurück.

Hier trat der Referent Genosse Smirnov auf und sprach über die Absolventen, über ihre Ausbildung auf der Grundlage neuer Kriegserfahrung. Ich bin mit ihm nicht einverstanden. Unsere Schulen bleiben noch hinter der Armee zurück.

Sie werden noch an alter Technik ausgebildet. Man sagte mir, daß in der Akademie der Artillerie die Ausbildung an der Drei-Zoll-Kanone erfolge. Ist es so, Genossen Artilleristen? /Wendet sich an die Artilleristen./ Die Schule hinkt der Armee hinterher. Die Akademie der Luftstreitkräfte bildet noch an alten Maschinen 1-15, 1-16, 1-153, SB aus. Man darf nicht an der alten Technik ausbilden. An der alten Technik ausbilden, bedeutet rückständige Menschen [als Absolventen] entlassen.

Dieses Zurückbleiben begünstigen auch die Lehrpläne. Denn um Neues zu lehren und auf neue Art auszubilden, muß man den Lehrplan ändern, dafür muß man aber viel arbeiten. Es ist ja viel leichter, nach den alten Lehrplänen auszubilden, man hat weniger Sorgen und Scherereien. Unsere Schule muß und kann ihre Ausbildung der Führungskader an Hand der neuen Technik umgestalten und die Erfahrung des modernen Krieges nutzen.

Unsere Schulen bleiben zurück, dieses Zurückbleiben ist gesetzmäßig. Man muß es liquidieren.

Sie werden zur Armee kommen, Sie werden die Neuerungen sehen. Um Ihnen die Sache zu erleichtern, erzählte ich von der Reorganisation unserer Armee.

Warum erlitt Frankreich eine Niederlage, Deutschland aber siegt? Ist die deutsche Armee wirklich unbesiegbar?

Sie werden aus der Hauptstadt in Ihre Einheiten kommen. Rotarmisten und Kommandeure werden Sie fragen, was jetzt geschieht. Sie studierten an Akademien. Sie standen dort den Vorgesetzten näher, berichten Sie doch, was sich ringsum tut. Warum wurde Frankreich besiegt? Warum erleidet England eine Niederlage, Deutschland aber siegt? Ist die deutsche Armee wirklich unbesiegbar? Ein Kommandeur muß nicht nur kommandieren, befehlen – das ist zu wenig. Man muß lernen, mit den Soldaten zu sprechen. Man muß ihnen die Ereignisse, die stattfinden, erläutern, mit ihnen ein aufrichtiges Gespräch führen. Unsere großen Heerführer waren stets eng mit den Soldaten verbunden. Man muß handeln wie GlossarSuvorov.

Man wird Sie fragen, wo die Gründe dafür liegen, daß Europa umgekrempelt wurde, warum Frankreich eine Niederlage erlitt, warum Deutschland siegt. Warum erwies sich Deutschlands Armee als besser? Es ist eine Tatsache, daß sich Deutschlands Armee sowohl in Bezug auf die Technik als auch auf die Organisation als besser erwies. Wie ist das zu erklären?

GlossarLenin sagte, daß geschlagene Armeen gut lernen. Dieser Gedanke Lenins gilt auch für Nationen. Geschlagene Nationen lernen gut. Die deutsche Armee, die 1918 geschlagen worden war, lernte gut.

Die Deutschen überprüften die Gründe für ihre vernichtende Niederlage kritisch und fanden Wege, um ihre Armee besser zu organisieren, auszubilden und auszurüsten.

Das militärische Denken der deutschen Armee kam voran. Die Armee wurde mit neuester Technik ausgerüstet. Sie wurde in neuen Kriegführungsmethoden ausgebildet.

Überhaupt hat diese Frage zwei Aspekte.

Es genügt nicht, eine gute Technik und Organisation zu haben, man muß mehr Verbündete haben.

Gerade weil geschlagene Armeen gut lernen, lernte Deutschland aus den Erfahrungen der Vergangenheit.

1870 schlugen die Deutschen die Franzosen. Warum? Weil sie an einer Front kämpften.

Die Deutschen erlitten in den Jahren 1916-1917 eine Niederlage. Warum? Weil sie an zwei Fronten kämpften.

Warum lernten die Franzosen aus dem vergangenen Krieg der Jahre 1914-1918 nichts?

Lenin lehrt: Parteien und Staaten gehen zugrunde, wenn sie ihre Augen vor Mängel verschließen, wenn sie sich an ihren Erfolgen begeistern, sich auf ihren Lorbeeren ausruhen und sich ihre Erfolge zu Kopf steigen lassen.

Den Franzosen stiegen die Siege, die Selbstzufriedenheit zu Kopf. Die Franzosen verpaßten und verloren ihre Verbündeten. Die Deutschen nahmen ihnen die Verbündeten weg. Frankreich ruhte sich auf seinen Erfolgen aus. Das militärische Denken in seiner Armee kam nicht voran. Es blieb auf dem Stand von 1918. Man kümmerte sich nicht um die Armee, gab ihr keine moralische Unterstützung. Eine neue Moral entstand, die die Armee zersetzte. Die Militärs behandelte man verächtlich. Die Kommandeure begann man als Pechvögel, wie die letzten Menschen anzusehen, die, da sie keine Fabriken, Werke, Banken und Geschäfte besaßen, gezwungen waren, zur Armee zu gehen. Selbst junge Mädchen heirateten keine Militärs. Nur bei einer solchen verächtlichen Haltung gegenüber der Armee konnte es geschehen, daß der militärische Apparat in die Hände von GlossarGamelins und GlossarIronsides gelangen konnte, die von militärischen Dingen wenig verstanden. Die gleiche Haltung gegenüber dem Militär herrschte in England. Die Armee muß die äußerste Fürsorge und Liebe des Volkes wie der Regierung genießen – darin lieg die größte moralische Kraft der Armee. Die Armee muß man hegen und pflegen. Wenn eine solche [verächtliche] Moral im Lande entsteht, wird es keine starke und kampffähige Armee geben. So geschah es auch in Frankreich.

Um sich gut auf den Krieg vorzubereiten, muß man nicht nur eine moderne Armee haben, sondern auch den Krieg politisch vorbereiten.

Was heißt es, den Krieg politisch vorzubereiten? Den Krieg politisch vorzubereiten, heißt, in ausreichender Zahl zuverlässige Verbündete und neutrale Länder zu haben. Als Deutschland den Krieg begann, bewältigte es diese Aufgabe, England und Frankreich aber bewältigten diese Aufgabe nicht.

Eben darin liegen die politischen und militärischen Gründe für Frankreichs Niederlage und für Deutschlands Siege.

Ist die deutsche Armee wirklich unbesiegbar?

Nein. Es gibt und es gab auf der Welt keine unbesiegbaren Armeen. Es gibt sehr gute, gute und schwache Armeen. Deutschland begann den Krieg und ging in die erste Phase unter der Parole der Befreiung vom Joch des GlossarVersailler Vertrages. Diese Parole war populär, fand Anklang und Resonanz bei allen, die durch Versailles gekränkt waren. Jetzt veränderte sich die Situation.

Jetzt kämpft die deutsche Armee unter anderen Parolen. Sie ersetzte die Parolen der Befreiung von Versailles durch Eroberungsparolen.

Die deutsche Armee wird mit den Parolen eines räuberischen Eroberungskrieges keinen Erfolg haben. Diese Parolen sind gefährlich.

Solange GlossarNapoleon I den Krieg unter den Parolen der Befreiung von der Leibeigenschaft führte, fand er Unterstützung,: Er hatte Sympathien, Verbündete, Erfolg.

Als Napoleon I. zu Eroberungskriegen überging, machte er sich viele Feinde, und erlitt eine Niederlage.

Da die deutsche Armee den Krieg unter der Losung der Unterwerfung anderer Länder, der Unterordnung anderer Völker unter Deutschland führt, wird ein solcher Wechsel der Parolen nicht zum Sieg führen.

Vom militärischen Standpunkt aus gibt es bei der deutschen Armee auch nichts Besonderes, weder bei den Panzern noch bei der Artillerie noch bei der Luftwaffe.

Ein bedeutender Teil der deutschen Armee verliert den Elan, den man zu Beginn des Krieges hatte.

Überdies tauchten in der deutschen Armee Prahlerei, Selbstzufriedenheit und Arroganz auf. Das militärische Denken kommt nicht voran, die militärische Technik bleibt nicht nur gegenüber unserer Technik zurück. Amerika beginnt, in Bezug auf die Luftstreitkräfte Deutschland zu überholen.

Wie konnte es geschehen, daß Deutschland Siege erringt?

  • 1. Das gelang Deutschland deswegen, weil seine geschlagene Armee dazulernte, sich um gestaltete und alte Werte revidierte.
  • 2. Das geschah deswegen, weil England und Frankreich, die im letzten Krieg erfolgreich waren, keine neuen Wegen suchten, nicht dazu lernten. Die französische Armee war die dominierende Armee auf dem Kontinent.

Eben deshalb ging es mit Deutschland bis zu einem gewissen Augenblick bergauf.

Doch Deutschland führt Krieg bereits unter der Flagge der Unterjochung anderer Völker. Während alle, die mit Versailles unzufrieden waren, durch die alte Parole "gegen Versailles" vereint wurden, werden sie von Deutschland durch die neue Parole auseinandergebracht.

Im Hinblick auf das weitere militärische Wachstum verlor die deutsche Armee die Lust an einer weiteren Verbesserung der militärischen Technik. Die Deutschen meinen, daß ihre Armee die idealste, die beste und die unbesiegbarste sei. Das stimmt nicht. Eine Armee muß tagtäglich vervollkommnet werden.

Jeder Politiker, jeder Staatsmann, der ein Gefühl der Selbstzufriedenheit zuläßt, kann mit einer Überraschung konfrontiert werden, wie es in Frankreich mit der Katastrophe wurde.

Noch einmal gratuliere ich Ihnen und wünsche Erfolg.

Erste Ansprache des Genossen Stalin auf dem Empfang

Gestatten Sie mir, einen Trinkspruch auszubringen auf unsere Führungskader der Akademien, auf die Leiter, die Dozenten, auf die Liquidierung der Rückständigkeit in Bezug auf das Studium der modernen Technik.

Warum kam es zu dieser Rückständigkeit? Erstens, weil es für die Dozenten leichter ist, die bereits bekannte alte Technik zu lehren. Um die Hörer an Hand der neuen Geräte zu unterrichten, müssen die Dozenten sie selbst kennen und studieren. Man muß umlernen. In den Akademien wird nach alten Lehrplänen unterrichtet. Das ist der erste Grund. Der zweite Grund ist der, daß unsere Versorgungsorgane in der Armee den Schulen und Akademien keine neue Technik zur Verfügung stellen. Diese neue Technik muß man unseren Hörern zum Studium, zur Liquidierung der Rückständigkeit an unseren Schulen und Akademien zur Verfügung stellen.

Zweite Ansprache des Genossen Stalin auf dem Empfang

Auf das Wohl der Artilleristen! Die Artillerie ist die wichtigste Truppengattung. Die Artillerie ist der Gott des modernen Krieges. Die Artillerie gibt es bei allen Truppengattungen: bei der Infanterie, bei den Panzern, bei den Flugzeugen.

Auf die Gesundheit der Panzersoldaten! Die Panzer sind die durch eine Panzerung geschützte, fahrende Artillerie. Die Artillerie kann man bei den Panzern auf 130 mm bringen.

Auf die Gesundheit der Flieger!

Es gibt zwei Arten von Luftstreitkräften. Luftstreitkräfte für weiträumige Aktionen sind Luftstreitkräfte für Angriffe auf das Hinterland, Luftstreitkräfte für Partisaneneinsätze, Luftstreitkräfte für die Diversion, sie haben aber keine große Bedeutung. Entscheidende Bedeutung haben Luftstreitkräfte des Nahkampfes, die unterschätzt, die vernachlässigt wurden. Es geht um Luftstreitkräfte, die unmittelbar zusammen mit der Artillerie, mit den Panzern, mit der Infanterie eingesetzt werden. Es geht um Jagdflugzeuge, Jagdbomber und Sturzkampfflugzeuge.

Auf die Gesundheit der Kavalleristen!

Wir reduzierten sie ein wenig, aber auch jetzt noch spielt die Kavallerie eine außerordentlich große Rolle, und sie ist bei uns noch zahlen mäßig stark.

Der Rolle der Kavallerie kommt im modernen Krieg eine außerordentlich große Bedeutung zu. Nach dem Durchbruch der Front wird sie den Erfolg verstärken. Sie wird die abziehenden Truppenteile des Gegners verfolgen, einen Keil in den Durchbruch [der Front] treiben. Ihr obliegt es vor allem, bei der Verfolgung der abziehenden Artillerietruppen [dem Gegner] keine Möglichkeit zu lassen, neue Feuerstellungen auszusuchen und sich dort festzusetzen.

Auf das Wohl unserer Nachrichtentruppen, auf das Wohl unserer ruhmreichen Infanteristen!

Die Infanterie nannte ich hier nicht. Die moderne Infanterie – das sind Leute, die in Panzer gekleidet sind, das sind die Kraftradeinheiten, die Panzerfahrer.

Über die Bedeutung des Selbstladegewehrs.

Ein Kämpfer mit einem Selbstladegewehr entspricht drei Kämpfern, die mit einem gewöhnlichen Gewehr ausgestattet sind.

Dritte Ansprache des Genossen Stalin auf dem Empfang

Das Wort ergreift ein Generalmajor der Panzertruppen.

Er bringt einen Trinkspruch aus auf die friedliche Außenpolitik Stalins.

Genosse Stalin: Gestatten Sie mir eine Korrektur.

Die Friedenspolitik sicherte für unser Land den Frieden. Die Friedenspolitik ist eine gute Sache. Wir haben die Linie der Verteidigung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vertreten, [und zwar] solange, bis wir unsere Armee umgerüstet hatten, bis wir die Armee mit modernen Kampfmitteln ausgestattet hatten.

Jetzt aber, da wir unsere Armee umgebaut, sie reichlich mit Technik für den modernen Kampf ausgestattet haben, jetzt, da wir stark sind, jetzt muß man von der Verteidigung zum Angriff übergehen.

Bei der Umsetzung der Verteidigung unseres Landes sind wir verpflichtet, offensiv zu handeln. Wir müssen von der Verteidigung zur Militärpolitik des offensiven Handelns übergehen. Wir müssen unsere Erziehung, unsere Propaganda, Agitation, unsere Presse in einem offensiven Geist umbauen. Die Rote Armee ist eine moderne Armee, eine moderne Armee aber ist eine offensive Armee.

Rev. Übersetzung hier nach: Osteuropa, 1992, Nr. 3, S. 248-252.

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