Einführung:Der Kronstädter Aufstand: Resolution der Vollversammlung der Mannschaften der ersten und zweiten Brigade der Schlachtschiffe
Die sowjetische Historiographie folgte Lenins Bewertung des Kronstädter Aufstandes als „Erhebung des kleinbürgerlichen Elements gegen die Sowjetmacht“. Ihre – erwartungsgemäß – äußerst kritischen Stellungnahmen zum Aufstand unterstützten die Version von den „weißen Generälen“ an der Spitze der Aufständischen (David Golinkov). Die westliche Geschichtsschreibung betrachtete den Aufstand als Auflehnung gegen die bolschewistische Diktatur, wobei die Bewertung von einem „verhängnisvollen Ereignis“ (E. H. Carr) bis hin zu einer „neuen Variante der Pariser Kommune“ als Ansatz für eine Zukunftsgesellschaft (Volin) reichte. Alle Autoren machten darauf aufmerksam, dass die Arbeiterunruhen und die Matrosenerhebung im revolutionären Kronstadt dem Prestige des „Arbeiterstaates“ einen vernichtenden Schlag versetzten und zum wichtigsten Faktor für den Übergang zur Neuen Ökonomische Politik (NĖP) wurden – eine Tatsache, die auch Lenin anerkannte. Erst während der Perestrojka wurden die traditionellen Bewertungen des Aufstandes in der UdSSR einer radikalen Revision unterzogen. Die seither veröffentlichten Dokumente ermöglichen eine mehr oder weniger vollständige Rekonstruktion der Ereigniskette, die zum Aufstand führte.
Zeitgenössische russischsprachige Autoren gehen mehrheitlich davon aus, dass Kronstadt keine „konterrevolutionäre“, sondern eine demokratische Bewegung war. Die politischen Folgen dieser Neubewertung ließen nicht lange auf sich warten: 1993 wurden die Teilnehmer des Aufstandes auf Beschluss von Boris El'cin rehabilitiert. Liberale wie großmachtorientierte kommunistische Historiker sind sich jedoch einig, dass der Aufstand keine Aussicht auf Erfolg hatte (Sergej Pavljučenkov, Ju. Ščetinov). Hinsichtlich der Voraussetzungen und Trägerschichten gehen die Meinungen in der Forschung auseinander. Die einen Historiker betonen den Einfluss, den die politischen Gruppierungen der Emigration auf den Verlauf der Ereignisse in Kronstadt hatten. Dabei übernehmen sie unkritisch die Sichtweise ihrer Quellen, die gleichfalls aus der Emigration stammen und deren Rolle in dieser Hinsicht überhöhen. Die überwiegende Mehrheit der Forscher tendiert jedoch dazu, den Aufstand als Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Politik des Kriegskommunismus zu bewerten und seinen unmittelbaren Auslöser in den Nachrichten über Arbeiterunruhen und Bauernaufstände zu sehen, die Kronstadt auf Umwegen erreichten.
Der Kronstädter Aufstand bildete den Höhepunkt der Endphase der russländischen Revolution, die sich gegen das System des Kriegskommunismus und die Diktatur der bolschewistischen Partei richtete.
Dem Kronstädter Aufstand gingen Arbeiterunruhen voraus. Im Februar/März 1921 kam es in Russland zu einem Aufschwung der Streikbewegung, an deren Organisation sich sowohl parteilose Arbeiter als auch Mitglieder sozialistischer Parteien beteiligten. Am 24. Februar 1921 gingen Arbeiter der Röhrenfabrik in Petrograd auf die Straße. Arbeiter anderer Betriebe schlossen sich ihnen an. Angesichts dieser Ereignisse ergriff das Petrograder Komitee der RKP(b), das die Unruhen als „Meuterei in den Werken“ bewertete, folgende Maßnahmen: Mitglieder sozialistischer Parteien (aus den Forderungen der Arbeiter waren Programmpunkte der Sozialrevolutionäre, der Glossar:Menschewiki und der Anarchisten herauszuhören) wurden verhaftet, alle Massenversammlungen des Volkes, die ohne Genehmigung der Behörden stattfanden, wurden verboten und das Militär (hauptsächlich Kadetten) trieb die Demonstranten mit Luftschüssen auseinander.
Die Nachricht von den Unruhen in Petrograd erreichte Kronstadt. Die Matrosen, von denen sich viele noch gut an den Kampf für die „Arbeitermacht“ erinnerten, begannen Versammlungen abzuhalten. Die Nachrichten aus der Heimat, die Schrecken der Getreidebeschaffung und des Terrors, vermischten sich mit den frischen Eindrücken der Arbeiter von den Ausschreitungen gegen den „Arbeiterstaat“. Am 28. Februar verabschiedeten die Mannschaften der Schlachtschiffe „Petropavlovsk“ und „Sevastopol'“ ein Papier, das die Grundlage für die Resolution der Versammlung am folgenden Tag bildete.
Am 1. März versammelten sich etwa 16 000 Kronstädter auf dem Jakornaja-Platz, um über die Ereignisse in der Hauptstadt zu diskutieren. Unter den Anwesenden befand sich auch das formelle sowjetische Staatsoberhaupt, der Vorsitzende des VCIK, Michail Kalinin. Weder ihm noch der Führung der kommunistischen Organisation gelang es jedoch, die Situation zu ihren Gunsten zu wenden. Die Resolution der Mannschaften der Linienschiffe wurde verlesen und mehrheitlich angenommen.
Die Resolution war das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Matrosen und Arbeitern. Die einzelnen Forderungen wurden entweder von den Matrosen auf den Schiffen vorformuliert oder von der Menge gerufen und vom Sekretär der Versammlung, Perepelkin, niedergeschrieben. Die entscheidende Rolle bei der Auswahl der Formulierungen spielten Matrosen, die über eine gewisse Autorität verfügten, allen voran der spätere Vorsitzende des Militärischen Revolutionskomitees (VRK) S. Petričenko, Schreiber auf der „Petropavlovsk“ und ehemaliger Bolschewik.
Die Resolution forderte die Abschaffung aller restriktiven Parteiorgane in der Armee sowie aller politischen und wirtschaftlichen Beschränkungen, die mit der Diktatur der Bolschewiki und dem Kriegskommunismus verbunden waren, und enthielt eine fast vollständige Liste dieser Beschränkungen und Restriktionen. An ihre Stelle sollten, so die Teilnehmer, die lang ersehnten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Freiheiten treten, die von den Bolschewiki seit langem versprochen worden waren, allen voran die Abhaltung freier Wahlen zu den Sowjets und die Zulassung freier wirtschaftlichen Betätigung. Aber es war keine Versammlung der liberalen Intelligencija, sondern von revolutionären Matrosen. So sollte die Wahl- und Agitationsfreiheit in Zukunft nur für linkssozialistische Parteien (für linke Sozialrevolutionäre, Menschewiki, Internationalisten und Anarchisten) gelten, die Freiheit der wirtschaftlichen Tätigkeit dagegen nur die Schichten, die nicht von Lohnarbeit lebten. Die Resolution forderte die Liquidierung der bolschewistischen Wirtschaftsdiktatur und der Privilegien der Kommunisten, Redefreiheit für Linke Sozialrevolutionäre und Anarchisten (nicht mehr), die Wiederherstellung anderer bürgerlicher Freiheiten, die Freilassung verhafteter Sozialisten und die Überprüfung anderer Fälle. Am 3. März 1921 wurde der Text der Resolution in der Izvestija des Provisorischen Revolutionskomitees der Matrosen, Rotarmisten und Arbeiter veröffentlicht. Sie blieb das Hauptprogramm des Aufstandes, der in den folgenden Tagen und Wochen stattfand.
In der Nacht vom 1. auf den 2. März beschloss die bolschewistische Führung, die Ereignisse in Kronstadt als Meuterei einzustufen. An der Aktion beteiligten sich Matrosen, Soldaten und Arbeiter aus der Stadt sowie Mitglieder fast aller linkssozialistischen Parteien und Bewegungen, von ehemaligen Bolschewiki und internationalistischen Menschewiki bis hin zu Anarchisten. Die wichtigsten Fragen wurden von der Delegiertenversammlung der Militäreinheiten und der Betriebe entschieden. Diese wählte am 2. März ein Militärisches Revolutionskomitee (VRK). Die Mehrheit seiner Mitglieder war parteilos, was aber nicht bedeutete, dass dem VRK eine politische Ideologie fehlte. Die Mehrheit der Aufständischen sprach sich für eine Räteherrschaft ohne kommunistische Diktatur aus. Am 15. März 1921 erschien in der Izvestija des VRK der richtungsweisende Artikel „Die Macht den Sowjets, und nicht den Parteien!“. Er begann mit einer scharfen Kritik an der bolschewistischen Diktatur und ging dann zu einer Kritik an allen bestehenden Parteien über: „Welche Partei auch immer an die Macht kommt“, hieß es darin, „sie wird unvermeidlich in die Rolle eines Diktators schlüpfen; denn wie radikal sozialistisch sie auch sein mag, wir werden immer mit programmatischen und taktischen Punkten konfrontiert, die nicht vom Leben formuliert wurden, sondern hinter den Wänden der Dienstzimmer entstanden sind. Die Sache steht noch schlechter, wenn nicht eine, sondern mehrere Parteien an der Macht sind.“ Der Artikel schloss mit der Forderung, dass die Werktätigen „selbst die Macht in Form von frei gewählten Sowjets“ übernehmen sollten.
In ihrer kritischen Zuspitzung richteten sich diese Worte nicht nur gegen die Bolschewiki, sondern auch gegen andere sozialistische und in noch stärkerem Maße gegen nichtsozialistische Parteien. Sie korrespondierten mit der Forderung der Anarchisten nach einer „freien sowjetischen Gesellschaftsordnung“. Doch der Ruf nach einer „Sowjetmacht ohne die Parteidiktatur“ war kein Produkt anarchistischer Agitation. Er stammte aus dem Gedankengut ehemaliger Bolschewiki, die sich von den Freiheitsparolen der Revolution angezogen fühlten, aber von der totalitären politischen Praxis der Bolschewiki enttäuscht waren. Die Führer des Aufstandes glaubten fest daran, dass es ihnen gelingen würde, die breiten Arbeitermassen, die den Bolschewiki gefolgt waren, auf ihre Seite zu ziehen. Allen „ehrlichen Kommunisten“ wurde die Rolle der Opposition angeboten – als Modell einer legalen Existenz unter der neuen Macht. Im Falle einer Ausdehnung der Bewegung auf ganz Russland sollte dies den Widerstand der einfachen Kommunisten schwächen, die nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur Racheaktionen der Sieger befürchteten. Einige Kronstädter Bolschewiki, die ihre Tätigkeit fortsetzten, akzeptierten diese Spielregel formell. Andere wurden verhaftet oder flohen von der Insel.
Den Aufständischen ging es darum, die proletarischen Massen nicht durch die „weißgardistische“ Forderung nach einer Konstituierenden Versammlung zu verprellen und sich nicht durch Kontakte mit dem „Imperialismus“, d.h. mit politischen Mächten außerhalb Sowjetrusslands, in Misskredit zu bringen. Aus diesem Grund wurde der Vorschlag des in Revel' eingetroffenen Viktor Černov, der im Namen der Konstituierenden Versammlung sprach, militärische Hilfe zu leisten (vielleicht vorläufig) nicht angenommen. Kronstadt setzte die „Sache des Oktobers“ fort und trug der Stimmung der Arbeiter und Soldaten Rechnung, die sich nicht nur der bolschewistischen Diktatur widersetzten, sondern auch jeder Restauration, jeder Rückkehr zum Alten, die die im Namen der Revolution erbrachten Opfer entwerten würde. Diese halbbolschewistische Stimmung der Arbeiter und Matrosen bestimmte die Parolen und die Taktik des Aufstandes. Hier lag auch die Chance für einen Erfolg in Petrograd, falls die revolutionäre Flotte dorthin verlegt werden sollte.
Der Ausgang war offen. In Petrograd und anderen Großstädten kam es zu großen Streiks. Teile der Arbeiterschaft erklärten ihre Unterstützung für Kronstadt und mancherorts – unter dem Einfluss sozialrevolutionärer Agitation – auch für die Konstituierende Versammlung. Ein Übergreifen der Bewegung auf Petrograd, das nach dem Aufbrechen des Eises auf dem Finnischen Meeresbußen unvermeidlich gewesen wäre, hätte die Lage im Land grundlegend verändern können. Mit ihrer starken Flotte hätten die Rebellen die „zweite Hauptstadt“ einnehmen können. Die Aufständischen rechneten damit, dass ihnen die Offensive der Bauernheere von Machno und Antonov zu Hilfe kommen würde. Natürlich hätten die Führer des Aufstandes im Falle eines Erfolges die Führung in der antibolschewistischen Bewegung verloren und wären nur noch eine – allem Anschein nach linke – Strömung der „Dritten Revolution“ gewesen.
Die Führung in Moskau schickte Truppen der Roten Armee nach Kronstadt, darunter auch Delegierte des X. Parteitages der RKP(b). Auf dem Parteitag selbst kam es zu einer Diskussion über die Gewerkschaften, bei der die „Arbeiteropposition“ und die „Demokratischen Zentralisten“ Ideen vortrugen, die den Kronstädtern nahe standen. Am 8. März gelang es den Aufständischen, die erste Offensive der Roten zurückzuschlagen. Am 17.-18. März 1921, als das Eis bereits zu schmelzen begann, gelang es den von Tuchačevskij geführten Einheiten jedoch, in die Stadt einzudringen. Der Kronstädter Aufstand wurde niedergeschlagen.
In der Zeit zwischen der Niederschlagung des Aufstandes und dem Beginn der Perestrojka wurde der Text der Resolution nur in Berlin neu aufgelegt. In der UdSSR erfolgte die Veröffentlichung 1989 in der Samizdat-Zeitschrift Obščina und 1994 in der historischen Fachzeitschrift Voprosy istorii.
Text und Übersetzung: CC BY-SA 4.0
Советская историография следовала ленинским оценкам Кронтштадтского восстания как «выступления мелкобуржуазной стихии против Советской власти». Ее оценки выступления, носившие, как и следовало ожидать, резко критический характер, свидетельствовали в поддержку версии о «белых генералах», которые якобы руководили восставшими (Голинков). Зарубежная историография характеризовала восстание как сопротивление большевистской диктатуре, причем спектр ее оценок колебался от «зловещего события» (Карр) до «нового варианта Парижской коммуны», зачатка общества будущего (Волин). Все авторы обращали внимание на то, что сам факт рабочих волнений и восстания матросов революционного Кронтштадта нанес сокрушительный удар по престижу «рабочего государства» и стал важнейшим фактором, способствовавшим переходу к НЭПу. Это признавал и Ленин. Оценки восстания в СССР были радикально пересмотрены только в период Перестройки. Опубликованные в последующий период документы позволили более или менее полно реконструировать цепь тех событий, которые привели к восстанию.
Современные русскоязычные авторы в большинстве своем считают, что Кронштадт был не «контрреволюционным», а демократическим движением. Политические последствия данной переоценки не заставили себя ждать: В 1993 г., указом Президента России Бориса Ельцина участники выступления были реабилитированы. Однако как либеральные, так и державно-коммунистические историки едины в своем мнении, что выступление не имело никаких шансов на успех (Павлюченков, Щетинов). Но что касается предпосылок и движущих сил восстания, то здесь мнения историков разделились. Часть из них подчеркивает влияние эмигрантских политических группировок на развитие событий в Кронштадте. При этом они недостаточно критично подходят к историческим источникам, авторами которых являются сами эмигранты, стремившиеся преувеличить роль своих организаций. Однако большинство исследователей склоняется к оценке восстания как выражения недовольства политикой « военного коммунизма»; непосредственным поводом к нему они считают известия о рабочих волнениях и крестьянских восстаниях, достигшие Кронштадта окольными путями.
Кронштадтское восстание стало кульминацией завершающего этапа российской революции, который был направлен против системы «военного коммунизма» и диктатуры большевиков.
Все началось с рабочих волнений. В феврале-марте 1921 г. в России наблюдался подъем забастовочного движения, в организации которого участвовали как беспартийные рабочие, так и члены социалистических партий. 24 февраля 1921 г. рабочие Трубочного завода Петрограда вышли на улицу. К ним примкнули рабочие других предприятий. В связи с этими событиями Петроградский комитет РКП(б), считавший, что речь идет о «мятеже на заводах», принял следующие меры: были арестованы члены социалистических партий (в требованиях рабочих звучали программные положения эсеров, меньшевиков и анархистов), запрещены любые скопления народа, на которые не имелось официального разрешения властей, а военные (преимущественно курсанты), разгоняли демонстрантов, стреляя в воздух.
Весть о волнениях в Петрограде достигла Кронштадта. Моряки, многие из которых прекрасно помнили борьбу за «рабочую власть», начали митинговать. Сообщения из дома об ужасах продразверстки и террора переплетались со свежими впечатлениями рабочих выступлений против «рабочего государства». 28 февраля команды линейных кораблей «Петропавловск» и «Севастополь» приняли резолюцию, которая легла в основу резолюции состоявшегося на следующий день митинга.
1 марта около 16 тысяч кронтштадтцев собрались на Якорной площади на митинг, чтобы обсудить события в столице. В числе других туда прибыл формальный глава советского государства, председатель ВЦИК Михаил Калинин. Но ни ему, ни руководству коммунистической организации не удалось переломить ситуацию. Резолюция команд линейных кораблей была зачитана и принята.
Резолюция была продуктом коллективного творчества матросов и рабочих. Ее отдельные требования были либо продуманы матросами на кораблях, либо выкрикивались из толпы и записывались секретарем собрания Перепелкиным. Решающую роль в выборе формулировок играли матросы, пользовавшиеся некоторым авторитетом, и прежде всего будущий председатель ВРК C. Петриченко, писарь с «Петропавловска» и бывший большевик.
Резолюция требовала отмены всех репрессивных партийных структур в армии, а также всех политических и экономических ограничений, связанных с диктатурой большевиков и «военным коммунизмом», причем в ней перечислялись практически все формы притеснений и ограничений. Вместо них, требовали митингующие, следовало ввести, наконец, обещанные большевиками политические, социальные и экономические свободы, прежде всего нужно было провести свободные выборы в Советы и разрешить свободную экономическую деятельность. Однако на Якорной площади собралась не либеральная интеллигенция, а революционные матросы. Поэтому свободу выборов и агитации предполагалось ввести только для левых социалистических партий (левых эсеров, меньшевиков, интернационалистов и анархистов), а свободу экономической деятельности – только для тех, кто не жил за счет наемного труда. Резолюция требовала ликвидации экономических структур большевистской диктатуры и привилегий коммунистов, свободы слова для левых эсеров и анархистов (не более того), восстановления других гражданских свобод, освобождения политзаключенных-социалистов и пересмотр дел других заключенных. 3 марта 1921 г. резолюция была опубликована в начавших выходить «Известиях Временного революционного комитета матросов, красноармейцев и рабочих». Она стала главной программой восстания в последующие дни и недели.
В ночь с 1 на 2 марта большевистское руководство решило считать события в Кронштадте мятежом. В выступлении участвовали матросы, солдаты и рабочие города, члены практически всех левых социалистических партий и течений – от бывших большевиков и меньшевиков-интернационалистов до анархистов. Важнейшие вопросы решались на собрании делегатов частей и предприятий. 2 марта оно избрало Военно-революционный комитет (ВРК). Большинство его членов были беспартийными, что не означало отсутствия у ВРК политической идеологии. Преобладающее большинство участников восстания выступало за власть Советов без диктатуры коммунистов. 15 марта 1921 г. в «Известиях ВРК» была опубликована установочная статья «Власть советам, а не партиям!». Начав с жесткой критики большевистской диктатуры, авторы статьи переходили к критике партийной системы как таковой: «И какая бы партия не встала у власти, она не избежит роли диктатора, так как, какой бы крайне социалистической она ни являлась, у нас будут программные и тактические пункты, выработанные не жизнью, а созданные в стенах кабинета. Дело идет еще хуже, если у власти стоит не одна, а несколько партий». Статья заканчивалась призывом к трудящемуся самому взять «власть в лице свободно избранных советов».
Критическое острие этих слов было направлено не только против большевиков, но и против других социалистических, и в еще большей степени – против несоциалистических партий. Стоящие за ними идеи были близки требованиям «вольного советского строя», выдвинутого анархистами. Однако призыв к «советской власти без партийной диктатуры» не был продуктом aнaрхистской aгитации. Он логично вытекал из идей бывших большевиков, которых привлекали освободительные лозунги революции, но разочаровала тоталитарная практика большевизма. Теперь лидеры Кронштадта рассчитывали привлечь на свою сторону широкие рабочие массы, которые в свое время пошли за большевиками. В качестве легальной формы политической деятельности при новой власти «честным коммунистам» была предложена роль оппозиции. Если бы движение охватило всю Россию, то ослабло бы сопротивление со стороны рядовых коммунистов, опасавшихся расправы в случае падения коммунистической диктатуры. Некоторые кронштадтские большевики, оставшиеся на свободе и продолжавшие свою деятельность, приняли эти правила игры. Другие были арестованы или бежали с острова.
Восставшим было важно не оттолкнуть пролетарские массы «белогвардейскими» лозунгами Учредительного собрания и не скомпрометировать себя контактами с «империализмом», то есть с любой политической силой за рубежом. Поэтому не было принято (возможно, временно) предложение о вооруженной помощи прибывшего в Ревель Виктора Чернова, который выступал за созыв Учредительного собрания. Продолжая «дело Октября», Кронштадт плыл в русле общего настроения рабочих и солдат, противившихся не только большевистской диктатуре, но и любой реставрации, любому возвращению назад, обесценивающему принесенные во имя революции жертвы. Этим полубольшевистским настроением рабочих и матросских масс определялись лозунги и тактика восстания. В этом были шансы на успех в Петрограде в случае ввода туда революционного флота.
Ситуация была неопределенной. В Петрограде и других городах шли крупные забастовки. Часть рабочих заявляла о поддержке Кронштадта, а кое-где, под влиянием эсеровской агитации, и Учредительного собрания. Распространение движения на Петроград, неизбежное в случае таяния льдов, могло кардинальным образом изменить положение в стране. Имея мощный флот, повстанцы могли занять «вторую столицу». Повстанцы рассчитывали на наступление крестьянских армий Махно и Антонова. Разумеется, в случае успеха Кронштадта его лидеры быстро потеряли бы лидерство в общероссийском революционном движении, став лишь одним, вероятно левым, течением «Третьей революции».
Руководство в Москве послало в Кронштадт части Красной Армии; в их составе находились делегаты Х съезда РКП(б). На самом съезде шла дискуссия о профсоюзах, в ходе которой «Рабочая оппозиция» и «демократические централисты» выдвигали некоторые идеи, близкие кронштадцам. 8 марта восставшие отбили первый штурм красных. Но 17-18 марта 1921 г., когда лед уже начинал таять, войска Тухачевского все же ворвались в город. Кронштадтское восстание было подавлено.
В период между разгромом восстания и Перестройкой текст резолюции переиздавался в Берлине. В 1989 г. резолюция впервые была опубликована в СССР в самиздатовском журнале «Община», а в 1994 г. в журнале «Вопросы истории».
Текст: CC BY-SA 4.0