Volltext:Stalin, ''Vor Erfolgen von Schwindel befallen. Zu den Fragen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung''
VOR ERFOLGEN VON SCHWINDEL BEFALLEN[ ]
Zu den Fragen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung
Von den Erfolgen der Sowjetmacht auf dem Gebiet der Glossarkollektivwirtschaftlichen Bewegung reden jetzt alle. Selbst die Feinde sind gezwungen zuzugeben, daß ernste Erfolge erzielt worden sind. Diese Erfolge sind in der Tat groß.
Es ist eine Tatsache, daß am 20. Februar dieses Jahres bereits 50 Prozent der Bauernwirtschaften in der UdSSR kollektiviert waren. Das bedeutet, daß wir bis zum 20. Februar 1930 den Fünfjahresplan der Kollektivierung zu mehr als 200 Prozent erfüllt haben.
Es ist eine Tatsache, daß die Kollektivwirtschaften bis zum 28. Februar dieses Jahres bereits über 36 Millionen Doppelzentner Saatgut für die Sommeraussaat bereitgestellt haben, das heißt über 90 Prozent des Plans, also ungefähr 220 Millionen Pud. Es muß anerkannt werden, daß das Aufbringen von 220 Millionen Pud Saatgut allein in den Kollektivwirtschaften – nach der erfolgreichen Erfüllung des Getreidebeschaffungsplans – eine gewaltige Errungenschaft darstellt. Wovon zeugt das alles?
Davon, daß die grundlegende Wendung des Dorfes zum Sozialismus schon als gesichert betrachtet werden kann.
Man braucht nicht zu beweisen, daß diese Erfolge von größter Bedeutung für das Schicksal unseres Landes, für die ganze Arbeiterklasse als die führende Kraft unseres Landes und schließlich für die Partei selbst sind. Von den unmittelbaren praktischen Ergebnissen ganz zu schweigen, haben diese Erfolge eine gewaltige Bedeutung für das innere Leben der Partei selbst, für die Erziehung unserer Partei. Sie flößen unserer Partei Mut und Glauben an ihre Kräfte ein. Sie erfüllen die Arbeiterklasse mit dem Glauben an den Sieg unserer Sache. Sie führen unserer Partei neue Millionenreserven zu.
Daher ist es die Aufgabe der Partei, die erzielten Erfolge zu verankern und sie planmäßig für den weiteren Vormarsch auszuwerten.
Aber Erfolge haben auch ihre Schattenseite, besonders wenn sie verhältnismäßig „leicht“, sozusagen „unerwartet“, erzielt werden. Solche Erfolge erzeugen zuweilen Eigendünkel und Überheblichkeit: „Wir können alles!“, „Für uns ist alles ein Kinderspiel!“ Diese Erfolge machen nicht selten die Menschen trunken, dabei werden sie vor Erfolgen von Schwindel befallen, verlieren das Gefühl für das richtige Maß, verlieren die Fähigkeit, die Wirklichkeit zu verstehen, es tritt die Tendenz zutage, die eigenen Kräfte zu überschätzen und die Kräfte des Gegners zu unterschätzen, es kommt zu abenteuerlichen Versuchen, alle Fragen des sozialistischen Aufbaus „im Handumdrehen“ zu lösen. Da ist kein Platz mehr für die Sorge um die Verankerung der erzielten Erfolge und ihre planmäßige Auswertung für den weiteren Vormarsch. Wozu brauchen wir die erzielten Erfolge zu verankern, wir sind auch so imstande, „schnurstracks“ zum vollen Siege des Sozialismus zu gelangen: „Wir können alles!“, „Für uns ist alles ein Kinderspiel!“
Daher ist es die Aufgabe der Partei, einen entschiedenen Kampf gegen diese für die Sache gefährlichen und schädlichen Stimmungen zu führen und sie aus der Partei auszumerzen.
Man kann nicht behaupten, daß diese für die Sache gefährlichen und schädlichen Stimmungen in den Reihen unserer Partei irgendwie stark verbreitet wären. Doch sind diese Stimmungen immerhin in unserer Partei vorhanden, wobei kein Grund für die Behauptung vorliegt, daß sie sich nicht verstärken werden. Und wenn sich diese Stimmungen bei uns einbürgern, dann kann nicht daran gezweifelt werden, daß die kollektivwirtschaftliche Bewegung bedeutend geschwächt werden wird und die Gefahr des Scheiterns dieser Bewegung zu einer realen Tatsache werden kann.
Es ist daher Aufgabe unserer Presse, diese und ähnliche Glossarantileninistischen Stimmungen systematisch zu entlarven.
Einige Tatsachen:
1. Die Erfolge unserer kollektivwirtschaftlichen Politik erklären sich unter anderem daraus, daß diese Politik auf der Freiwilligkeit in der kollektivwirtschaftlichen Bewegung und auf der Berücksichtigung der Mannigfaltigkeit der Bedingungen in den verschiedenen Gebieten der UdSSR beruht. Man kann nicht mit Gewalt Kollektivwirtschaften schaffen. Das wäre dumm und reaktionär. Die kollektivwirtschaftliche Bewegung muß sich auf die aktive Unterstützung der Hauptmassen der Bauernschaft stützen. Man darf nicht Musterbeispiele des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus aus den entwickelten Gebieten mechanisch auf unentwickelte Gebiete übertragen. Das wäre dumm und reaktionär. Eine solche „Politik“ würde die Idee der Kollektivierung mit einem Schlage diskreditieren. Man muß bei der Bestimmung des Tempos und der Methoden des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus sorgfältig die Mannigfaltigkeit der Bedingungen in den verschiedenen Gebieten der UdSSR berücksichtigen.
In der kollektivwirtschaftlichen Bewegung stehen bei uns die Getreidegebiete an erster Stelle. Weshalb?
Erstens, weil wir in diesen Gebieten die größte Anzahl bereits erstarkter Sowjet- und Kollektivwirtschaften besitzen, die den Bauern die Möglichkeit gegeben haben, sich von der Kraft und Bedeutung der modernen Technik, von der Kraft und Bedeutung der neuen, kollektiven Organisierung der Wirtschaft zu überzeugen.
Zweitens, weil diese Gebiete im Kampf gegen das Kulakentum zur Zeit der Getreidebeschaffungskampagnen eine zweijährige Schule durchgemacht haben, was die Sache der kollektivwirtschaftlichen Bewegung erleichtern mußte.
Schließlich deshalb, weil diese Gebiete in den letzten Jahren in stärkstem Maße mit den besten Kadern aus den Industriezentren versorgt wurden.
Kann man sagen, daß diese besonders günstigen Bedingungen auch in den anderen Gebieten, zum Beispiel in den Getreidezuschußgebieten, wie es unsere nördlichen Gebiete sind, oder in Gebieten mit noch immer zurückgebliebenen Nationalitäten, sagen wir in Turkestan, gegeben sind?
Nein, das kann man nicht sagen. Es ist klar, daß der Grundsatz, die Mannigfaltigkeit der Bedingungen in den verschiedenen Gebieten der UdSSR zu berücksichtigen, neben dem Grundsatz der Freiwilligkeit eine der ernstesten Voraussetzungen für eine gesunde kollektivwirtschaftliche Bewegung ist.
Was geht aber zuweilen bei uns in Wirklichkeit vor? Kann man sagen, daß der Grundsatz der Freiwilligkeit und der Berücksichtigung der örtlichen Besonderheiten nicht in einer Reihe von Gebieten verletzt wird? Nein, das kann man leider nicht sagen. Es ist zum Beispiel bekannt, daß man in einer Reihe nördlicher Bezirke der Zuschußzone, wo verhältnismäßig weniger günstige Bedingungen für die sofortige Organisierung von Kollektivwirtschaften bestehen als in den Getreidegebieten, nicht selten versucht, die Vorbereitungsarbeit zur Organisierung von Kollektivwirtschaften zu ersetzen durch bürokratische Dekretierung der kollektivwirtschaftlichen Bewegung, durch papierne Resolutionen über das Wachstum der Kollektivwirtschaften, durch Organisierung von Kollektivwirtschaften auf dem Papier, die in Wirklichkeit noch nicht vorhanden sind, über deren „Existenz“ es aber einen ganzen Haufen ruhmrediger Resolutionen gibt.
Oder nehmen wir einige Bezirke in Turkestan, wo die Bedingungen für die sofortige Organisierung von Kollektivwirtschaften noch weniger günstig sind als in den nördlichen Gebieten der Zuschußzone. Es ist bekannt, daß es in einer Reihe von Bezirken in Turkestan bereits Versuche gegeben hat, die fortgeschrittenen Gebiete der UdSSR „einzuholen und zu überholen“, indem gedroht wurde, Militärgewalt anzuwenden und jenen Bauern, die vorläufig noch nicht in die Kollektivwirtschaften eintreten wollen, das zur Bewässerung nötige Wasser zu entziehen und ihnen keine Industriewaren zu liefern.
Was kann es Gemeinsames geben zwischen dieser „Politik“ nach der Art des Unteroffiziers Prischibejew[1] und der Politik der Partei, die sich auf die Freiwilligkeit und die Berücksichtigung der örtlichen Besonderheiten bei dem kollektivwirtschaftlichen Aufbau stützt? Es ist klar, daß es zwischen ihnen nichts Gemeinsames gibt noch geben kann.
Wem nützen diese Verzerrungen, diese bürokratische Dekretierung der kollektivwirtschaftlichen Bewegung, diese ungebührlichen Drohungen gegen Bauern? Niemand außer unseren Feinden!
Wozu können sie führen, diese Verzerrungen? Zur Stärkung unserer Feinde und zur Diskreditierung der Ideen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung.
Ist es nicht klar, daß die Urheber dieser Verzerrungen, die sich für „Linke“ halten, in Wirklichkeit Wasser auf die Mühle des Glossarrechten Opportunismus leiten?
2. Einer der größten Vorzüge der politischen Strategie unserer Partei besteht darin, daß sie es versteht, in jedem gegebenen Augenblick das wichtigste Kettenglied der Bewegung auszuwählen, das sie ergreift, um dann die ganze Kette zu einem allgemeinen Ziele zu ziehen und die Lösung der gestellten Aufgabe zu erreichen. Kann man sagen, daß die Partei das wichtigste Kettenglied der kollektivwirtschaftlichen Bewegung im System des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus bereits ausgewählt hat? Ja, das kann und muß man sagen.
Welches ist dieses wichtigste Kettenglied?
Vielleicht die Genossenschaft zur gemeinsamen Bodenbestellung? Nein, sie ist es nicht. Die Genossenschaften zur gemeinsamen Bodenbestellung, in denen die Produktionsmittel noch nicht vergesellschaftet sind, sind eine bereits überholte Stufe der kollektivwirtschaftlichen Bewegung.
Vielleicht die landwirtschaftliche Kommune? Nein, die Kommune ist es nicht. Die Kommunen sind vorläufig noch Einzelerscheinungen in der kollektivwirtschaftlichen Bewegung. Für die landwirtschaftlichen Kommunen, als vorherrschende Form, bei der nicht nur die Produktion, sondern auch die Verteilung vergesellschaftet ist, sind die Bedingungen noch nicht herangereift.
Das wichtigste Kettenglied der kollektivwirtschaftlichen Bewegung, ihre gegenwärtig vorherrschende Form, die man jetzt anpacken muß, ist das landwirtschaftliche Artel.
Im landwirtschaftlichen Artel sind die wichtigsten Produktionsmittel, hauptsächlich die der Getreidewirtschaft, Glossarvergesellschaftet: Arbeit, Bodennutzung, Maschinen und sonstiges Inventar, Arbeitsvieh, Wirtschaftsgebäude. Nicht vergesellschaftet sind im Artel: das Hofland (kleinere Gemüse- und Obstgärten), Wohnhäuser, ein gewisser Teil des Milchviehs, Kleinvieh, Geflügel usw.
Das Artel ist das wichtigste Kettenglied der kollektivwirtschaftlichen Bewegung, weil es die zweckentsprechendste Form zur Lösung des Getreideproblems ist. Das Getreideproblem aber ist das wichtigste Kettenglied im System der gesamten Landwirtschaft, weil ohne seine Lösung weder das Problem der Viehzucht (Klein- und Großvieh) gelöst werden kann noch das Problem der gewerblichen Nutzpflanzen und Spezialkulturen, die der Industrie die wichtigsten Rohstoffe liefern. Aus diesem Grunde ist das landwirtschaftliche Artel gegenwärtig das wichtigste Kettenglied im System der kollektivwirtschaftlichen Bewegung.
Davon geht das „Musterstatut“ der Kollektivwirtschaften aus, dessen endgültiger Text heute veröffentlicht wird.[2]
Davon müssen auch unsere Partei- und Sowjetfunktionäre ausgehen, deren Pflicht es ist, dieses Statut eingehend zu studieren und restlos in die Tat umzusetzen.
Das ist die Einstellung der Partei im gegenwärtigen Augenblick.
Kann man sagen, daß diese Einstellung der Partei ohne Verstöße und Verzerrungen in die Tat umgesetzt wird? Nein, das kann man leider nicht sagen. Es ist bekannt, daß in einer Reihe von Gebieten der UdSSR, wo der Kampf um die Existenz der Kollektivwirtschaften bei weitem noch nicht beendet ist und wo die Artels noch nicht verankert sind, Versuche gemacht werden, aus dem Rahmen des Artels heraus- und sofort zur landwirtschaftlichen Kommune hinüberzuspringen. Das Artel ist noch nicht verankert, aber schon werden Wohnhäuser, Kleinvieh und Geflügel „vergesellschaftet“, wobei diese „Vergesellschaftung“ in bürokratisch-papiernes Dekretieren ausartet, denn noch fehlen die Bedingungen für eine solche Vergesellschaftung. Man könnte glauben, das Getreideproblem in den Kollektivwirtschaften sei bereits gelöst, es stelle eine bereits überholte Stufe dar, die grundlegende Aufgabe bestehe gegenwärtig nicht in der Lösung des Getreideproblems, sondern in der Lösung des Viehzucht- und Geflügelzuchtproblems. Es fragt sich, wem nützt diese törichte „Arbeit“, bei der die verschiedenen Formen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung in einen Topf geworfen werden? Den Kollektivbauern reizen durch Vergesellschaftung der Wohnhäuser, des gesamten Milchviehs, des gesamten Kleinviehs, des Geflügels, während das Getreideproblem noch nicht gelöst, die Artelform der Kollektivwirtschaften noch nicht verankert ist – ist es nicht klar, daß eine solche „Politik“ nur unseren geschworenen Feinden gelegen kommen und vorteilhaft sein kann?
Einer dieser eifrigen Vergesellschafter geht sogar so weit, daß er im Artel eine Anordnung erläßt, worin er vorschreibt, „innerhalb von drei Tagen in jeder Wirtschaft das gesamte Geflügel zu registrieren“, die Funktion besonderer „Kommandeure“ zur Registrierung und Beaufsichtigung einzuführen, „in den Artels die Kommandohöhen zu besetzen“, den „sozialistischen Kampf zu leiten, ohne den Posten zu verlassen“, und – es versteht sich – das ganze Artel unter die Fuchtel zu nehmen.
Was ist das – eine Politik zur Leitung der Kollektivwirtschaft oder eine Politik zu ihrer Zersetzung und Diskreditierung?
Ich rede schon gar nicht von den, mit Verlaub zu sagen, „Revolutionären“, die die Organisierung des Artels mit dem Herunterholen der Kirchenglocken beginnen. Die Kirchenglocken herunterholen – man denke nur, was für eine rrrevolutionäre Tat!
Wie konnte es in unserer Mitte zu diesen törichten „Vergesellschaftungs“übungen, zu diesen lächerlichen Versuchen kommen, über seinen eigenen Schatten zu springen, zu Versuchen, die das Ziel haben, die Klassen und den Klassenkampf zu umgehen, in Wirklichkeit aber Wasser auf die Mühle unserer Klassenfeinde leiten?
Dazu konnte es nur in der Atmosphäre unserer „leichten“ und „unerwarteten“ Erfolge an der Front des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus kommen.
Dazu konnte es nur kommen durch die törichten Stimmungen in den Reihen eines Teils der Partei: „Wir können alles!“, „Für uns ist alles ein Kinderspiel!“
Dazu konnte es nur durch die Tatsache kommen, daß einige unserer Genossen vor Erfolgen von Schwindel befallen wurden und für einen Augenblick die Klarheit des Verstandes und die Nüchternheit des Blicks verloren haben.
Um die Linie unserer Arbeit auf dem Gebiet des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus zu korrigieren, muß diesen Stimmungen ein Ende gemacht werden.
Darin besteht gegenwärtig eine der nächsten Aufgaben der Partei.
Die Kunst der Führung ist eine ernste Sache. Man darf nicht hinter der Bewegung zurückbleiben, denn zurückbleiben heißt sich von den Massen loslösen. Man darf aber auch nicht vorauseilen, denn vorauseilen heißt die Massen verlieren und sich isolieren. Wer die Bewegung führen und zu gleicher Zeit die Verbindung mit den Millionenmassen bewahren will, der muß den Kampf an zwei Fronten führen – sowohl gegen die Zurückbleibenden als auch gegen die Vorauseilenden.
Unsere Partei ist deshalb stark und unbesiegbar, weil sie es als Führerin der Bewegung versteht, ihre Verbindungen mit den Millionenmassen der Arbeiter und Bauern zu wahren und zu mehren.
„Prawda“ Nr. 60
2. März 1930
Unterschrift: J. Stalin
Hier nach nach: J. W. Stalin, Werke Bd. 12: April 1929 – Juni 1930, Frankfurt 1972, S. 168-175.
ГОЛОВОКРУЖЕНИЕ ОТ УСПЕХОВ[ ]
(К вопросам колхозного движения)
Об успехах советской власти в области колхозного движения говорят теперь все. Даже враги вынуждены признать наличие серьёзных успехов. А успехи эти, действительно, велики. Это факт, что на 20 февраля 1930 г. уже коллективизировано 50% крестьянских хозяйств по СССР. Это значит, что мы перевыполнили пятилетний план коллективизации к 20 февраля 1930 г. более чем вдвое. Это факт, что на 28 февраля этого года колхозы успели уже ссыпать семян для яровых посевов более 36 млн. центнеров, т.е. более 90% плана, т.е. около 220 млн. пуд. семян. Нельзя не признать, что сбор 220 млн. пудов семян по одной лишь колхозной линии после успешного выполнения хлебозаготовительного плана – представляет огромнейшее достижение. О чём всё это говорит? О том, что коренной поворот деревни к социализму можно считать уже обеспеченным.
Нет нужды доказывать, что успехи эти имеют величайшее значение для судеб нашей страны, для всего рабочего класса, как руководящей силы нашей страны, наконец, для самой партии. Не говоря уже о прямых практических результатах, они, эти успехи, имеют громадное значение для внутренней жизни самой партии, для воспитания нашей партии. Они вселяют в нашу партию дух бодрости и веры в свои силы. Они вооружают рабочий класс верой в победу нашего дела. Они подводят к нашей партии новые миллионные резервы.
Отсюда задача партии: закрепить достигнутые успехи и планомерно использовать их для дальнейшего продвижения вперёд.
Но успехи имеют и свою теневую сторону, особенно когда они достигаются сравнительно «легко», в порядке, так сказать, «неожиданности». Такие успехи иногда прививают дух самомнения и зазнайства: «Мы всё можем!», «Нам всё нипочём!». Они, эти успехи, нередко пьянят людей, причём у людей начинает кружиться голова от успехов, теряется чувство меры, теряется способность понимания действительности, появляется стремление переоценить свои силы и недооценить силы противника, появляются авантюристические попытки «в два счёта» разрешить все вопросы социалистического строительства. Здесь уже нет места для заботы о том, чтобы закрепить достигнутые успехи и планомерно использовать их для дальнейшего продвижения вперёд. Зачем нам закреплять успехи, – мы и так сумеем добежать «в два счёта» до полной победы социализма: «Мы всё можем!», «Нам всё нипочем!».
Отсюда задача партии: повести решительную борьбу с этими опасными и вредными для дела настроениями и изгнать их вон из партии.
Нельзя сказать, чтобы эти опасные и вредные для дела настроения имели сколько-нибудь широкое распространение в рядах нашей партии. Но они, эти настроения, всё же имеются в нашей партии, причём нет оснований утверждать, что они не будут усиливаться. И если они, эти настроения, получат у нас права гражданства, то можно не сомневаться, что дело колхозного движения будет значительно ослаблено и опасность срыва этого движения может стать реальностью.
Отсюда задача нашей прессы: систематически разоблачать эти и подобные им антилениские настроения.
Несколько фактов.
1. Успехи нашей колхозной политики объясняются, между прочим, тем, что она, эта политика, опирается на добровольность колхозного движения и учёт разнообразия условий в различных районах СССР. Нельзя насаждать колхозы силой. Это было бы глупо и реакционно. Колхозное движение должно опираться на активную поддержку со стороны основных масс крестьянства. Нельзя механически пересаживать образцы колхозного строительства в развитых районах в районы неразвитые. Это было бы глупо и реакционно. Такая «политика» одним ударом развенчала бы идею коллективизации. Надо тщательно учитывать разнообразие условий в различных районах СССР при определении темпа и методов колхозного строительства. В колхозном движении впереди всех районов стоят у нас зерновые районы. Почему? Потому, что в этих районах имеется у нас наибольшее количество окрепших уже совхозов и колхозов, благодаря которым крестьяне имели возможность убедиться в силе и значении новой техники, в силе и значении новой, коллективной организации хозяйства. Потому, во-вторых, что эти районы имеют за собой двухлетнюю школу борьбы с кулачеством во время хлебозаготовительных кампаний, что не могло бы не облегчить дело колхозного движения.
Потому, наконец, что эти районы усиленнейшим образом снабжались за последние годы лучшими кадрами из промышленных центров. Можно ли сказать, что эти особо благоприятные условия имеются также и в других районах, например, в потребительских районах, вроде наших северных областей, или в районах всё еще отсталых национальностей, вроде, скажем, Туркестана? Нет, нельзя этого сказать. Ясно, что принцип учёта разнообразия условий в различных районах СССР наряду с принципом добровольности является одной из серьёзнейших предпосылок здорового колхозного движения.
А что иногда происходит у нас на деле? Можно ли сказать, что принцип добровольности и учёта местных особенностей не нарушается в ряде районов? Нет, нельзя этого сказать, к сожалению. Известно, например, что в ряде северных районов потребительской полосы, где благоприятных условий для немедленной организации колхозов сравнительно меньше, чем в зерновых районах, стараются нередко подменить подготовительную работу по организации колхозов чиновничьим декретированием колхозного движения, бумажными резолюциями о росте колхозов, организацией бумажных колхозов, которых еще нет в действительности, но о «существовании» которых имеется куча хвастливых резолюций. Или возьмём некоторые районы Туркестана, где благоприятных условий для немедленной организации колхозов ещё меньше, чем в северных областях потребительской полосы. Известно, что в ряде районов Туркестана были уже попытки «догнать и перегнать» передовые районы СССР путём угрозы военной силой, путём угрозы лишить поливной воды и промтоваров тех крестьян, которые не хотят пока что идти в колхозы. Что может быть общего между этой «политикой» унтера Пришибеева и политикой партии, опирающейся на добровольность и учёт местных особенностей в деле колхозного строительства? Ясно, что между ними нет и не может быть ничего общего. Кому нужны эти искривления, это чиновничье декретирование колхозного движения, эти недостойные угрозы по отношению к крестьянам? Никому, кроме наших врагов!
К чему они могут привести, эти искривления? К усилению наших врагов и к развенчиванию идей колхозного движения. Не ясно ли, что авторы этих искривлений, мнящие себя «левыми», на самом деле льют воду на мельницу правого оппортунизма?
2. Одно из величайших достоинств политической стратегии нашей партии состоит в том, что она умеет выбирать в каждый данный момент основное звено движения, уцепившись за которое, она потом тянет всю цепь к одной общей цели для того, чтобы добиться разрешения задачи. Можно ли сказать, что партия уже выбрала основное звено колхозного движения в системе колхозного строительства? Да, можно и нужно.
В чём состоит оно, это основное звено? Может быть в товариществе по совместной обработке земли? Нет, не в этом. Товарищества по совместной обработке земли, где средства производства еще не обобществлены, представляют уже пройденную ступень колхозного движения. Может быть в сельскохозяйственной коммуне? Нет, не в коммуне. Коммуны представляют пока единичное явление в колхозном движении. Для сельскохозяйственных коммун, как преобладающей формы, где обобществлено не только производство, но и распределение, условия еще не назрели. Основное звено колхозного движения, его преобладающую форму в данный момент, за которую надо теперь ухватиться, представляет сельскохозяйственная артель. В сельскохозяйственной артели обобществлены основные средства производства, главным образом по зерновому хозяйству: труд, землепользование, машины и прочий инвентарь, рабочий скот, хозяйственные постройки. В ней не обобществляются: приусадебные земли (мелкие огороды, садики), жилые постройки, известная часть молочного скота, мелкий скот, домашняя птица и т.д. Артель является основным звеном колхозного движения потому, что она есть наиболее целесообразная форма разрешения зерновой проблемы. Зерновая же проблема является основным звеном в системе всего сельского хозяйства потому, что без её разрешения невозможно разрешить ни проблему животноводства (мелкого и крупного), ни проблему технических и специальных культур, дающих основное сырьё для промышленности. Вот почему сельскохозяйственная артель является в данный момент основным звеном в системе колхозного движения. Из этого исходит «Примерный устав» колхозов, окончательный текст которого публикуется сегодня. Из этого же должны исходить наши партийные и советские работники, одна из обязанностей которых состоит в том, чтобы изучить этот устав по существу и проводить его в жизнь до конца.
Такова установка партии в данный момент.
Можно ли сказать, что эта установка партии проводится в жизнь без нарушений и искажений? Нет, нельзя этого сказать, к сожалению. Известно, что в ряде районов СССР, где борьба за существование колхозов далеко не закончена, и где артели еще не закреплены, имеются попытки выскочить из рамок артели и перепрыгнуть сразу к сельско-хозяйственной коммуне. Артель еще не закреплена, а они уже «обобществляют» жилые постройки, мелкий скот, домашнюю птицу, причём «обобществление» это вырождается в бумажно-бюрократическое декретирование, ибо нет еще налицо условий, делающих необходимым такое обобществление. Можно подумать, что зерновая проблема уже разрешена в колхозах, что она представляет уже пройденную ступень, что основной задачей в данный момент является не разрешение зерновой проблемы, а разрешение проблемы животноводства и птицеводства. Спрашивается, кому нужна эта головотяпская «работа» по сваливанию в одну кучу различных форм колхозного движения? Дразнить крестьянина-колхозника обобществлением жилых построек, всего молочного скота, всего мелкого скота, домашней птицы, когда зерновая проблема еще не разрешена, когда артельная форма колхозов еще не закреплена, – разве не ясно, что такая «политика» может быть угодной и выгодной лишь нашим заклятым врагам?
Один из таких ретивых обобществителей доходит даже до того, что дает приказ по артели, где он предписывает «учесть в трехдневный срок всё поголовье домашней птицы каждого хозяйства», установить должность специальных «командиров» по учёту и наблюдению, «занять в артели командные высоты», «командовать социалистическим боем, не покидая постов» и – ясное дело – зажать всю артель в кулак.
Что это – политика руководства колхозом или политика его разложения и дискредитации?
Я уже не говорю о тех, с позволения сказать, «революционерах», которые дело организации артели начинают со снятия колоколов. Снять колокола, – подумаешь какая ррреволюционность!
Как могли возникнуть в нашей среде эти головотяпские упражнения по части «обобществления», эти смехотворные попытки перепрыгнуть через себя самих, попытки, имеющие своей целью обойти классы и классовую борьбу, а на деле льющие воду на мельницу наших классовых врагов? Они могли возникнуть лишь в атмосфере наших «лёгких» и «неожиданных» успехов на фронте колхозного строительства. Они могли возникнуть лишь в результате головотяпских настроений в рядах одной части партии: «Мы всё можем!», «Нам всё нипочём!». Они могли возникнуть лишь в результате того, что у некоторых товарищей закружилась голова от успехов, и они лишились на минутку ясности ума и трезвости взгляда.
Чтобы выправить линию нашей работы в области колхозного строительства, надо положить конец этим настроениям.
В этом теперь одна из очередных задач партии.
Искусство руководить есть серьёзное дело. Нельзя отставать от движения, ибо отстать значит оторваться от масс. Но нельзя и забегать вперед, ибо забежать вперед, – значит потерять связь с массами. Кто хочет руководить движением и сохранить вместе с тем связи с миллионными массами, тот должен вести борьбу на два фронта – и против отстающих, и против забегающих вперёд.
Партия наша сильна и непобедима потому, что, руководя движением, она умеет сохранять и умножать свои связи с миллионными массами рабочих и крестьян.
И. Сталин
РГАСПИ, ф. 558, оп. 11, д. 1049, лл. 29-41. Подлинник.