Zusammenfassung Note der Sowjetregierung an die Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs über den Friedensvertrag mit Deutschland, 10. März 1952 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Note der Sowjetregierung an die Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs über den Friedensvertrag mit Deutschland, 10. März 1952

Zusammenfassung

Die sogenannte Stalin-Note vom 10. März 1952 war formell ein Vorschlag der Sowjetunion an die anderen drei Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges, die USA, Großbritannien und Frankreich, zusammen mit einer gesamtdeutschen Regierung über einen Friedensvertrag mit Deutschland zu verhandeln. Die zugleich vorgelegten "Grundlagen" für einen solchen Vertrag skizzierten ein vereintes, demokratisch verfaßtes und neutrales Deutschland. Der sowjetische Vorstoß zur Überwindung der deutschen Spaltung traf zeitlich zusammen mit den kurz vor dem Abschluß stehenden Bemühungen zur politischen und militärischen Integration der Bundesrepublik in das westliche Bündnissystem. Deshalb wurde er von den Adressaten und vor allem von Bundeskanzler Adenauer als nicht seriös gemeintes "Störmanöver" eingestuft. Da die tatsächliche sowjetische Konzessionsbereitschaft, insbesondere die Bereitschaft, die DDR zugunsten eines demokratischen und neutralen Gesamtdeutschland preiszugeben, nicht in Verhandlungen ausgelotet wurde, blieben indes Zweifel offen, die die Grundlage für eine seit Jahrzehnten anhaltende Diskussion zwischen den Polen "Chance" oder "Täuschung" bilden.

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