Zusammenfassung Rede Carlo Schmids (SPD) vor dem Deutschen Bundestag anlässlich der zweiten Lesung des Wehrpflichtgesetzes am 6. Juli 1956 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Rede Carlo Schmids (SPD) vor dem Deutschen Bundestag anlässlich der zweiten Lesung des Wehrpflichtgesetzes am 6. Juli 1956

Zusammenfassung

Das am 25. Juli 1956 in Kraft getretene Wehrpflichtgesetz regelt bis heute die Verpflichtung der männlichen Staatsangehörigen zum Wehrdienst. Es geht auf ein zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickeltes Wehrsystem zurück, das – sieht man einmal von der Zeit der Weimarer Republik ab – bis 1945 ununterbrochen Bestand hatte. Das Wehrpflichtgesetz bestimmte aber auch das Recht auf Kriegsdienstverweigerung näher, das der westdeutsche Staat 1949 aufgrund der Erfahrungen mit dem NS-Gewaltregime erstmals in der deutschen Geschichte geschaffen hatte. Die im Rahmen der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik geführte Debatte um das Wehrpflichtgesetz zählte schließlich zu den schärfsten innenpolitischen Kontroversen der 50er Jahre. Parlamentarisch erreichte die Auseinandersetzung am 6. Juli 1956 während der zweiten Lesung des Gesetzes ihren Höhepunkt. Die Sitzung gilt, nicht zuletzt aufgrund der Rede des SPD-Politikers Carlo Schmid, als Sternstunde des deutschen Parlamentarismus.

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