Zusammenfassung Aus dem Tagebuch des Generalsekretärs des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale G. M. Dimitrov, Eintragungen vom 7. und 8. September 1939 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München)

Aus dem Tagebuch des Generalsekretärs des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale G. M. Dimitrov, Eintragungen vom 7. und 8. September 1939

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick mag es befremdlich erscheinen, Tagebucheinträge eines bulgarischen Politikers als ein "Schlüsseldokument" der sowjetischen Geschichte aufzuführen. Aber im Falle von Georgij Michajlovič Dimitrov ist es angebracht: Als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI) gehörte der bulgarische Kommunist Dimitrov zu den einflußreichsten Politikern seiner Zeit. Seine Notizen, die erst 1997 im bulgarischen Original veröffentlicht wurden, gestatten einen Einblick in die inneren Mechanismen der stalinistischen Diktatur. Für diese Publikation wurden die Einträge Dimitrovs zum Hitler-Stalin-Pakt ausgewählt. Sie halten Äußerungen Stalins fest, die er bei einer Unterredung mit Vjačeslav Molotov und Andrei Ždanov – sie gehörten neben ihm zum sog. "außenpolitischen Triumvirat" – und dem Vorsitzenden der Komintern machte. Da diese Äußerungen nicht für eine breite Öffentlichkeit, sondern für den internen Gebrauch bestimmt waren, sind sie frei von Rücksichtnahmen oder Vorsicht. Der kurze Abschnitt ist das einzige, was den "Tischgesprächen" Hitlers vergleichbar ist. Hiermit bietet sich dem Historiker eine seltene Gelegenheit, einen Blick in die Gedankenwelt des sowjetischen Führers zu werfen. Dimitrovs Aufzeichnungen geben wichtige Aufschlüsse über Motive des sowjetischen Diktators für den Abschluß des Paktes. Wie keine andere Quelle sind sie geeignet, als Kennzeichen für die Leitlinien der sowjetischen Außenpolitik in der unmittelbaren Kriegszeit zu gelten.

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